the next generation ……

Welch erfreulicher Anblick! Bei meinem gestrigen Besuch am Bildhauersymposion bot sich mir ein ungewohntes, aber verheißungsvolles Bild: auf der Wäscheleine vor dem Symposionshaus hing Wäsche!
waesche.jpgDieses Zeichen eines bewohnten und belebten Hauses sensibilisierte wahrscheinlich meinen vergrabenen archetyischen Nerv und signalisierte: „whow! es tut sich was!“.

– und es „tut“ sich wirklich was – jemand tut was:
Auf Einladung des „Symposion Europäischer Bildhauer“, repräsentiert durch Katharina Prantl, Tochter des Symposionsgründers Karl Prantl, sind 8 Kunststudenten der Alanus Hochschule für Kunst und Gestaltung bei Bonn hier, um zu arbeiten und hinterließen auf dem Symposionsgelände ihre Spuren.

Wie mir einer der Studenten, Ramon Muggli, bei einem gemeinsamen Rundgang erzählte, ist der Kontakt zu Katharina Prantl schon seit längerer Zeit gewachsen. Er selbst war schon im Vorjahr hier und hat die Skulptur von Anna Maria Kupper restauriert. Auch in diesem Jahr wurde gemeinsam mit z.B. dem St. Margarethener Steinmetz Puschitz auch eine andere Skulptur wieder in ihrer Ursprungsform zusammengefügt. Weiters wurden von den Studenten auch Freilegungs- und Reinigungsarbeiten durchgeführt.

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Ramon Muggli mit der von ihm wiederinstandgesetzten Skulptur von Anna Maria Kupper (oben)

Der Rundgang führte uns auch zu den in den letzten Wochen entstandenen Skulpturen der jungen Bildhauer:

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Christian Stefanovici‘s Schrein scheint nun schützend über St.Margarethen zu stehen (oben).

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André Meisner und Ramon Muggli (im Bild) gaben dem herumliegenden Schuttmaterial aus Sandstein eine neue Wertigkeit mit ihrem Kubus (oben) und schleppten Unmengen von Steinen zu diesem Zweck.

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Hanna Sorgolla bearbeitete den fast exotisch anmutenden (da strahlend weißen) historischen Stein, der einst den Rothschild-Palast in Wien „zusammenhielt“ und dann Jahre auf dem Steinfeld vor dem Bildhauerhaus in St.Margarethen auf seine Wiederbelebung wartete (oben).

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Fiona Goos und Merle Richter arbeiteten gemeinsam an dieser monumentalen Skulptur und ermöglichen durch Neues einen Blick auf (Kunst- bzw. Symposions-) Geschichte (oben – mit Blick auf die Skulptur von Leo Kornbrust).

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Zurück im Bildhauerhaus zeigen die langen Papierbahnen von Valerie Häußler, mit den Prägungen der Gesteins- und Skulpturenmuster der Symposionswerke die Vielfalt von gewachsenen und künstlerisch bearbeiteten Ornamenten.

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Eine Hommage an die Vielfalt der Natur am Symposionshügel zeigen die Naturcollagen von Franziska Feser, ein bunter, künstlerischer Blick auf den August am Hügel.

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Die Bilder von Christian Stefanovici, im Bildhauerhaus (oben) – burgenländische Impressionen

Im Gespräch mit Ramon Muggli konnte ich feststellen, dass die an diesem kleinen Symposion „von Stein zu Stein“ teilnehmenden Kunststudenten die größte Motivation mitbrachten: sie wurden nicht – wie es in vielen Fällen an Kunst-Unis der Fall ist – entsendet bzw. dazu vergattert (Anm.: manchmal sind ja bei einer Studentenklasse nur einige wirklich aus Interesse dabei, die anderen fühlen sich dazu gezwungen), hierherzufahren – nein. Diese Gruppe war höchst motiviert und engagiert und hat neben ihrer eigenen künstlerischen Arbeit auch mit viel Liebe und Respekt zum Erhalt des Bildhauersymposions St.Margarethen beigetragen! Sie freuen sich, dass sie durch Katharina Prantl die Gelegenheit bekamen, an diesem Ort ihr Symposion abzuhalten.

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(oben, li: die Küche ist wieder in Betrieb! / mitte: gemeinsame Abkühlung an einem heißen pannonischen Augusttag / unten: „es“ lebt!)

Auf Wiedersehen, Franziska, Fiona, Valerie, André, Ramon, Merle, Hanna, und Christian! Bis bald! Und tausend Dank für eure Arbeit – sowohl eure künstlerische als auch eure restaurative!

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~ von artstage - August 27, 2007.

Eine Antwort to “the next generation ……”

  1. […] Bonn mit ihrem Dozenten Jochen Breme zu Gast in St.Margarethen. Einige waren schon im Vorjahr hier (siehe), Ramon Muggli war vor 3 Jahren im Sommer mit der Restaurierung von Anna Maria Kupper’s Welle […]

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