Ausstellung „Karl Prantl. Steine“, Galerie Ulysses, Wien

Karl Prantl, auf seinem privaten Skulpturenfeld in Pöttsching, 2007 © artstage

Als „den Mann, der mit den Steinen spricht“ bezeichnet ihn die Galerie Ulysses anlässlich der aktuellen Ausstellung in ihrem Pressetext: Karl Prantl.

Zit. aus dem Pressetext:
… Ob tonnenschwere Kolosse oder kleine Meditationssteine – Steine sind für Karl Prantl mehr als ein Material, das er bearbeitet. Sie sind für ihn Anstoß und Ausgangspunkt einer spirituellen Auseinandersetzung. Ohne Skizzen oder Modell bearbeitet Prantl oft jahrelang denselben Stein. Dabei entsteht, wie er sagt, eine starke sinnliche und emotionale Bindung. Karl Prantl lässt den Umriss eines Steines unverändert, die Oberfläche wird poliert, Maserungen freigelegt, Einschnitte, Durchbrüche und Vertiefungen gesetzt. Konkrete Formen vermeidet der Künstler, er setzt auf Abstraktion und Geometrie und auf die Verbindung von Natur und Kunst. Im Gegensatz zu anderen Bildhauern will er, dass seine Steine berührt werden. Die verschiedenen Oberflächen, Lichtreflexionen, Farbveränderungen und Temperatur-unterschiede sollen nicht nur vom Auge erfasst, sondern auch von den Händen im wahrsten Sinne des Wortes begriffen werden….

Die in der Galerie Ulysses ausgestellten Steine stammen aus verschiedenen Schaffensperioden, entstanden in Steinbrüchen auf der ganzen Welt. Ob schwarzer Granit, grüner Serpentin oder bunter Marmor – jeder Stein hat eine “eigene Sprache, älter als jede Menschensprache, die muss man lernen zu verstehen“. Im jahrelangen Entstehungsprozess versucht Karl Prantl sich auf den Stein einzulassen, wie er sagt, die letzten Geheimnisse des Lebens zu ergründen und „das Göttliche in Gestalt der Natur zu erkennen“. Prantl will, dass seine Steine „von Wolken und Wind, von den Sternen und dem Schnee“ erzählen, vielleicht ist das das Geheimnis seiner Kunst, von hoher Ästhetik und magischer Kraft….“

.Am längsten lebt der Stein, dann kommt der Baum, erst dann kommt der Mensch. Der Stein selbst soll das Leben begleiten und aufmerksam machen auf die Dauer, auf etwas, was über unser Leben hinausweist…“ Karl Prantl

Ausstellung:
„Karl Prantl. Steine“
15.10. – 15.11.2008
Galerie Ulysses
A-1010 Wien
Opernring 21
Tel +43-1-587 12 26
Fax +43-1-587 21 99
mail: ulysses@galerie-ulysses.at
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag; 12-18 Uhr, Samstag 10 bis 13 Uhr – und nach telefonischer Vereinbarung

Nachtrag:
ORF-TV-Video über die Vernissage in der Galerie Ulysses
mit Bundespräsident Heinz Fischer und einem Statement von
Karl Prantl, hier

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~ von artstage - Oktober 8, 2008.

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