K. Prantl († 8. Oktober 2010)

Der Symposionsgründer Karl Prantl
Biografische Daten (Auszug):

1923 geboren am 5. November in Pöttsching, Burgenland, Österreich
1946-52 Studium an der Akademie für Bildende Künste, Wien in der Klasse von Albert Paris Gütersloh. Diplom für Malerei
1950 Werkstatt im elterlichen Haus, erste Skulpturen
1953 Übersiedlung nach Wien
1954 Mitglied der Künstlergruppe »Der Kreis« (bis heute)
1955 Erste Einzelausstellung: Neue Galerie der Stadt Linz/Wolfgang-­Gurlitt-Museum, Linz
1956 Sechsmonatiger Studienaufenthalt in Rom (Stipendium des Österreichischen Bundesministeriums für Unterricht und Kunst). Reise nach Griechenland.
1957/58 In Wien entstehen kleine Gipsmodelle, die später in Bronze gegossen werden.
1958 Erstes Atelier in einem unter dem Viadukt der Stadtbahn ­gelegenen Gewölbe am Donaukanal.
Auftrag der burgenländischen Landesregierung für einen Grenzstein. Die Arbeit im Steinbruch lässt Prantl die Erfahrung machen, dass die Bildhauerei in freier Landschaft von anderen Gegebenheiten und Einflüssen bestimmt wird als die Arbeit in der Enge und Abgeschlossenheit des Ateliers. In ihm reift der Wunsch, an dieser Erfahrung auch andere Bildhauer teilhaben zu lassen.
1959 Prantl veranstaltet mit Dr. Friedrich Czagan und Heinrich Deutsch in St. Margarethen das »I. Symposion Europäischer Bildhauer«. Während dreier Monate arbeiten 11 Bildhauer aus 8 Ländern gemeinsam im Steinbruch in St. Margarethen.
Die an den Symposien mitwirkenden Bildhauer tragen den Symposionsgedanken weiter und organisieren ab 1961 Bildhauertreffen in ihren Herkunftsländern in West- und Osteuropa, ­später auch in Amerika und Asien.
1961/62 Symposion in Berlin, das nach der Errichtung der ­Berliner Mauer (13. August 1961) spontan ins Leben gerufen worden war, um dem trennenden Wall der Gewalt die verbindende humane Botschaft der Bildhauer entgegenzusetzen, die unweit der Mauer, auf dem Platz der Republik, arbeiten und dort ihre Stein-Male errichten.more…
1962 Drei Monate in der Wüste Negev, Israel (Bildhauer-symposion: »Form in space«) Deutscher Kritikerpreis 1962 (Sparte Bildende Kunst), zugesprochen der Gruppe »symposion« mit besonderer Würdigung der Leistungen von Karl Prantl als Initiator des Symposionsgedankens.
1965 Bezug eines Ateliers in einem ehemaligen Gebäude der Weltaus­stellung von 1873 im Wiener Prater
1965 Neuorganisation der Symposien
1967 Erste Reise in die USA, Eröffnung seiner Einzelausstellung in der ­Staempfli Gallery, New York.
1968 Bildhauersymposion in Proctor (Vermont, USA)
Preis der Stadt Wien für Bildhauerei.
1969 am Teilnahme am Bildhauersympsoium in Oggelshausen
1969/70 Dreimonatiger Aufenthalt in Japan, anlässlich des Stahlsymposions in Osaka.
1972 Osterreise der St. Margarethener Bildhauer nach Tirgu Jiu (Rumänien) zu Brancusis »Tisch des Schweigens«.
1974 Teilnahme an der »8th National/International Conference« in ­Lawrence, Kansas, auf Einladung der University of Kansas.
1977/78 Aufenthalt in New York und New Mexico
1978 Über­siedlung nach Pöttsching
1980 Sechswöchiger Aufenthalt in Patiala (Indien), Teilnahme an dem »International Sculptors’ Symposion« auf dem Gelände der Punjabi University. Reise durch Indien.
Teilnahme an der Ausstellung »sculpture 11« im Rahmen der »11th International Sculpture Conference«.
1981/85 Während der Sommermonate Arbeit am Stein in Richisau-Glarus, Schweiz
1984-91 Große Skulpturen in der Landschaft, Sammlung Lenz Schönberg, Süd-Tirol, Österreich
ab 1986 Sammlung und Aufstellung der großen Skulpturen auf dem Pöttschinger Feld
1988 Friedrich Cerha widmet Karl Prantl das Orchesterstück ­»Monumentum» (Uraufführung Salzburger Festspiele 1989)
1989 Karl Prantl tritt wieder in den Verein »Symposion Europäischer ­Bildhauer St. Margarethen» ein.
1990 Bau des Atelierhauses am Pöttschinger Feld, Architekt: Ernst Hiesmayr
1991 Der Nürnberger Kreuzweg (1971-1991)
2002 Neuaufstellung des Grenzsteins am Mitterberg bei Pöttsching
2003 Film »Die Steinspur« von Robert Neumüller
2006 Sparda-Bank-Preis für besondere Leistungen der Kunst im öffentlichen Raum

Teilnahme an Bildhauersymposien:
1959 St. Margarethen, Burgenland
1960 St. Margarethen, Burgenland
1961 Kirchheim bei Würzburg; Kapfenberg, Steiermark: Stahl-Symposion
1961/62 Symposion in Berlin, das nach der Errichtung der Berliner Mauer (13. August 1961) spontan ins Leben gerufen worden war, um dem trennenden Wall der Gewalt die verbindende humane Botschaft der Bildhauer entgegenzusetzen, die unweit der Mauer, auf dem Platz der Republik, arbeiten und dort ihre Stein-Male errichten
1962 Mitspe Ramon, Wüste Negev, Israel: »Form in Space«
1963 St. Margarethen, Burgenland
1964 St. Margarethen, Burgenland
1965 Visné Ruzbachy, CSSR
1966 St. Margarethen, Burgenland
1967 Krastal, Kärnten
1968 Klagenfurt, Europapark; Proctor, Vermont, USA
1969 Oggelshausen am Federsee, Bad Buchau; St. Margarethen, Burgenland
1969/70 Osaka, Japan: Stahl-Symposion „International Sculptors’ Symposion for Public Space“
1970 Mauthausen
1971 New York; Nürnberg: „Symposion Urbanum“; St. Wendel: „Straße der Skulpturen“
1972 Rom, Tivoli: „Exerzitium Rom 1972“; St. Margarethen, Burgenland: Projekt „Gestaltung St. Stephans-Platz Wien“, Neumarkt: „Ambiente Friedhof“; Gorinchem, Niederlande: Gemischtes Symposion (Stein, Stahl, Kunststoff etc.)
1975/76 Perchtoldsdorf bei Wien
1978 Saarbrücken: Projekt „Gestaltung von Funktions-Steinen als ­Skulpturen in der Stadtlandschaft“
1979 Bentheim: „I. Internationales Bildhauer
Symposion Bentheimer Sandstein ‘79“
1980 Patiala, Indien: Symposion (Stahl, Messing, Stein, ­Ziegel, Beton)
1982 Nordhorn, Kloster Frenswegen
1985 Larvik, Norwegen
1986 Sommerakademie Salzburg, Symposion am Untersberg
1987 Büdingen-Wellingen »Steine an der Grenze«
1991 Insel Shodoshima, Japan
1994 Larvik, Norwegen

Ausstellungen

Einzelausstellungen

1955 Neue Galerie der Stadt Linz, Linz| Wolfgang Gurlitt-Museum
1960 Galerie im Griechenbeisl, Wien | Galerie Junge Generation, Wien
1961 Galeria Sztuki Nowoczesnej „Krzywe Kolo“, Warschau| Galerie Clasing, Münster; Kunstsalon Otto Fischer, Bielefeld| Galerie Wulfengasse, Klagenfurt
1962 New Vision ­Centre Gallery, London| Galerie Wulfengasse, Klagenfurt| Galerie DuMont, Köln
1965-66 Galerie im Griechenbeisl, Wien
1967 Staempfli Gallery, New York | Studio UND, München
1969 Galleria Milano, Mailand| Galerie am Markt, Salzburg
1970 Galerie im Taxis-Palais, Innsbruck| Galerie M. Lauter, Mannheim
1971 Aarauer Kunsthaus, Aarau| Galerie Zähringer, Bern| Künstlerhaus, Wien|
Galerie Schöttle, München
1972 Galerie Krinzinger, Bregenz| Galerie Krinzinger, Innsbruck| Atelierausstellung
Wien| Galerie TAO, Wien| Österreichisches Kunstzentrum, Wien
1973 Galerie Annemarie Verna, Zürich,
1974 Galerie Defet, Nürnberg| Galerie Schöttle, München,
1976 Modern Art Galerie, Wien| Erker-Galerie, St. Gallen| Galerie Zell am See
1977 Galerie Suzanne Fischer, Baden-Baden| Galerie Elke Dröscher, Hamburg|
Galerie Albertstraße, Graz
1978 Staempfli Gallery, New York| Samuel Stein Fine Arts, Chicago| Württembergischer Kunstverein, Stuttgart| Galleria Stendhal, Mailand
1979 Galerie Defet, Nürnberg| Galerie Dr. Luise Krohn, Badenweiler| Galerie Heike Curtze, Düsseldorf| Galerie G. Ulysses, Wien
1980 Kunsthalle Kiel
1981 Frankfurt Kunstverein
1982 Museum des 20. Jahrhunderts, Wien| Schweizer Garten| Neue Galerie, Linz
1983 Kunsthalle Hamburg| Galerie Heike Curtze, Düsseldorf| Galerie Zell am See
1984 Galerie Suzanne Fischer, Baden-Baden| Erker-Galerie, St. Gallen
1985 Galleria UXA, Novara
1986 Galerie Hummel, Wien| Galerie Heike Curtze, Wien| Biennale Venedig| Rupertinum, Salzburg
1987 Lippische Gesellschaft für Kunst, Detmold| Galerie Defet, Nürnberg| Galerie Tschudi, Glarus| Galerie Heike Curtze, Wien
1988 Galerie Elke Dröscher, Hamburg| Galerie Braunbehrens, München| Galerie Zell am See
1989 Erker-Galerie, St. Gallen
1990 Galerie Ganserhaus, Wasserburg am Inn
1991 Kunsthalle Schaan, Nürnberg| Galerie am Lindenplatz, Liechtenstein| Galerie Stadtpark, Krems, Niederösterreich| Galerie Academia, Salzburg
1992 Galerie Zell am See| Mausoleum, Graz
1993 Oberösterreichischer Kunstverein, Linz
1994 Galerie Biedermann, München| Kunstverein ­Holbeinhaus, Augsburg| Galleria UXA, Novara | Yorkshire Sculpture Park, ­England
1995 Städtische ­Galerie, Lienz/Osttirol | Galerie Elisabeth und Klaus Thoman, Innsbruck | Burgenländische Landesgalerie, Eisenstadt | Schloßpark Ambras, Innsbruck
1996 Erker-Galerie, St. Gallen | Academia Galerie, Salzburg
1997 Galerie Karsten Greve, Köln
1998 Galerie Karsten Greve, Paris | Galerie St. Johann, Saarbrücken
1999 Galerie Elisabeth und Klaus Thoman, Innsbruck,
2001 Tschechisches Museum, Prag
2002 Städtische Galerie, Bratslava | Galerie am Lindenplatz, Vaduz
2003 Galerie Defet, Nürnberg | Galerie Ulysses, Wien | Erker Galerie, St. Gallen
2004 Museum Morandi, Bologna
2006 Tschechisches Museum, Prag | Galerie St. Johann, Saarbrücken
2007 Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Saarlouis | Spardabank Südwest eG, Mainz | Galerie Frey, Wien | Galerie Elisabeth und Klaus Thoman, Innsbruck
2008 Karl Prantl im Dialog mit Leo Kornbrust und Paul Schneider“ im Rahmen der Landeskunstausstellung „Dein Land macht Kunst“, Institut für aktuelle Kunst, Saarlouis
2008 „Karl Prantl. Steine und Leben“, Landesmuseum Mainz

sowie zahlreiche Gruppenausstellungen

Karl Prantl lebt mit seiner Frau Uta, die ebenfalls Künstlerin ist, in Pöttsching/Burgenland


7 Antworten to “K. Prantl († 8. Oktober 2010)”

  1. Karl Prantl nahm 1969 am Bildhauersympsoium in Oggleshausen teil.
    … fehlt in der Biografie. http://www.symposium-oggelshausen.de/

  2. Herzlichen Dank, Herr Jäggle! Ich hoffte auf solche Reaktionen, damit ich die Seite aktuell halten kann. Vielen Dank für Ihre Mitwirkung!
    artstage

  3. […] für janez lenassi & karl prantl […]

  4. Grüezi,
    Ich suche einen Interview-Kontakt zu Karl Prantl, wegen des Blauen Steins in Richisau.
    Herzlichen Dank für Ihre Hilfe
    Anna Esposito

  5. @anna esposito: grüezi in die schweiz! habe die gewünschte auskunft per mail an sie gesandt!
    lg artstage

  6. dear sir,
    j ahould be very glad to haveinformations about your next sculpture symposium if it is possible – hopèing to hear you soon yours sincerely

  7. Gent.mo Karl Prantl,
    mi chiamo Petronzio Sara e sono iscritta all’ultimo anno del biennio specialistico all’Accademia di Belle Arti di Frosinone. La scrivo perchè spero che lei possa aiutarmi, visto che è l’unica risorsa per darmi informazioni dettagliate sull’argomento che vorrei trattare per la tesi:“Il Simposio“; il simposio di scultura dalle sue origini, dal primo avvenuto in Austria a St. Margarethen, il suo evolversi in tutto il mondo con i discepoli. Ho bisogno di + materiale possibile, ma purtroppo in italiano non si trova nulla, o ben poco. Magari può consigliarmi con precisione dei libri, dei cataloghi che parlino approfonditamente di Karl Prantl e dei simposi di scultura. Come lavoro invece, avrei voluto organizzare un vero e proprio simposio a Cassino, nella cittadina dove io vivo. Un vero simposio con veri scultori… questo è un bel gran sogno che vorrei realizzare…
    Spero lei possa aiutarmi.
    La ringrazio per la Sua disponibilità
    cordiali saluti.

    Sara

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