…meint…

Janez Lenassi, 1959:
Die verschiedenen Verhältnisse, in denen die Bildhauer leben, und die verschiedenen Ausgangspositionen, welche die Bildhauer zu ihren Arbeiten geführt haben, sowie die verschiedenen Erfahrungen, die sie sammeln konnten: alles das bietet eine reiche Grundlage für ein gutes Zusammenarbeiten bei ihrer gemeinsamen Arbeit. So entstehen Plastiken, entstehen Freundschaften, die Großes erwarten lassen, wenn diese Verbindungen bestehen bleiben und sich noch mehr festigen.

Friedrich Czagan, 1960 (Mitgründer des Symposions in St. Margarethen) :
Wesentlich war, Bildhauern die Möglichkeit zu geben, Steinplastiken nicht nur im Modell zu konzipieren, sondern im Material zu verwirklichen. Großplastiken in Stein werden heute relativ selten ausgeführt. Vielen Künstlern fehlt der geeignete Arbeitsraum, der Transport ist umständlich und die finanziellen Ausgaben sind beträchtlich. Anderseits ist der Stein das erste vom Menschen bearbeitete Material und mit seiner Hilfe wurden von jeher metaphysische Bezüge postuliert.

Jorg Lampe, 1961:
Wie sehr der St. Margarethner Steinbruch, die ganze Landschaft und eben auch die dort schaffenden Künstler eine Einheit bilden, geht schon daraus hervor, dass selbst die Besucher der Freilicht-Ausstellung, die eigentlich mit den einzelnen Werken nicht viel anfangen können, weil sie den Anhalt an ihre optische Erfahrungswelt vermissen, berührt sind, weil sie eben die Einheit spüren. ….

„Los Angeles“, 1965
The revolution brought forth by the Symposion, first attempted in this country, is three-fold: A rapproachment of art and technology previously unimaginable here, and which may help breach the chasm that the Industrial Revolution brought between art and Science; A new impetus in the rebirth of art in architecture; Establishment of a collection of monumental sculpture unsurpassed anywhere.

Jiri Kotalik, 1966:
Die Bildhauersymposien haben einen dreifachen Aspekt: sie beleuchten den Charakter moderner Plastik durch das Hervorheben des Materials, welches durch die schöpferische Idee in ein Zeichen umgewandelt wird; sie ermöglichen monumentale Realisationen in einer glücklichen Integration des Kunstwerkes mit der Natur. In einer Straße von Kunstwerken, die über die Grenzen von Staaten und Anschauungen führt, verwirklichen sie die Idee der internationalen Verständigung.

Brad Goldberg, 2006: (Minnesota Symposion, History)
..The first International Stone Carving Symposium was created by the Austrian sculptor Karl Prantl in 1959. Several years earlier, he had placed what he called a “Border Stone” between his native Austria and it’s neighboring enemy, Hungary. That act articulated that art had no borders, that people are essentially the same, and that perhaps artists were not restricted by the shackles of politicians. The seed of the border stone notion grew in his head. Ultimately Prantl created the seminal idea of bringing together sculptors from around the world to gather at the Roman quarry of St. Margarethen in Burgenland, Austria. It was like an “Olympics” of stone sculpture, but without the competition. Rather, it was a discourse: sculptors created a dialogue with each other through the commonality of the material and their relationship with stone. Their conversation with stone was the unifying factor….

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3 Antworten to “…meint…”

  1. Sehr geehrte Damen und Herren
    Das kleine Marmormuseum Adnet wird neu gestaltet und hat verschiedene Themen in Beziehung zum Adneter Marmor.
    Herr Prantl hat einige Arbeiten mit diesen Material realisiert aber auch andere Künstler.
    Wir sind auf der Suche nach Bildmaterial über zeitgenössische Kunst aus Adneter Marmor.
    Vielleicht können sie uns mit Bildern aus Ihrer Sammlung oder mit Kontakten zu Künstlern die mit diesem Material gearbeitet haben, helfen.
    Wir würden uns sehr freuen.

    Mit freundlichen Grüßen.

    Macala Stephan

    • Sehr geehrte Macala Stephan,
      seit 1992 leite ich zusammen mit unterschiedlichen Kollegen das von Karl Prantl 1986 gegründete Steinbildhauersymposion der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst am Untersberg. Wir besuchen mit den teilnehmenden Bildhauern regelmässig die Adnetter Brüche. Unteranderem haben Milos Chlupac, Roger Bischof, Hubert Maier und ich selbst mit dem Adneter gearbeitet.
      Bei weiterem Interesse versuche ich gerne weiter zu helfen.
      Viel Erfolg mit Ihrem neugestalteten Museum,

      Susanne Tunn

      • Liebe Frau Tunn,
        danke für Ihre ergänzenden Informationen. Leider kenne ich Macala Stephan nicht und kann daher Ihre Nachricht leider nicht an die von Ihnen adressierte Empfängerin richten.
        Liebe Grüße aus St.Margarethen!

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