Bundespräsident zu Gast bei Karl Prantl in Pöttsching

•April 3, 2009 • Kommentar verfassen

Bundespräsident Dr. Heinz Fischer besuchte am 31. März den von ihm sehr geschätzten Bildhauer Karl Prantl in seinem Wohnort Pöttsching.

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Bundespräsident Heinz Fischer mit dem österreichischen Bildhauer Karl Prantl in dessen Atelierhaus in Pöttsching im Bezirk Mattersburg (Burgenland), Foto: © Hofburg, Dragan Tatic/HBF

Gemeinsam ging man über das private Skultpurenfeld des Künstlers, wo eine Vielzahl an Karl Prantl’s Skulpturen aus Steinmaterial aus der ganzen Welt eine „beschützte“ Heimat gefunden haben. Hier hat der Künstler die Gewissheit, dass mit den Kunstwerken auf seinem eigenen, privaten Grundstück nach seinen Vorstellungen umgegangen wird.

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Der Bundespräsident hinter einer Skulptur von Karl Prantl, Foto: © Hofburg, Dragan Tatic/HBF


Der Bundespräsident hatte ja vor einigen Monaten erst eine künstlerische Begegnung mit Karl Prantl auf dessen Ausstellungseröffnung in Wien, wo er seiner Wertschätzung gegenüber den Leistungen des Künstlers nachdrücklich Ausdruck verlieh.

Bemerkenswert an diesem Besuch des Bundespräsidenten ist die Tatsache, dass er einer der wenigen „Offiziellen“ ist, die angesichts des heurigen 50-Jahr-Jubiläums des Bildhauersymposions St.Margarethen (dessen Gründer Karl Prantl 1959 war /ist) dieses Ereignis im Zuge des alles-übertünchenden „Haydnjubiläumstaumels“ in Erinnerung ruft.

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Bundespräsident Dr. Heinz Fischer im Garten von Karl Prantl, Foto: © Hofburg, Dragan Tatic/HBF

another temporary artwork

•Dezember 6, 2008 • 1 Kommentar

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Now, december 08: wind and weather did their work on the straw sculptures – a changing process!

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june 2008: while the joung artists where finishing their work on the Symposium – the straw figures as „fresh beauties“

Warum: ein Klavierkonzert auf der Symposions-Seite?

•November 9, 2008 • Kommentar verfassen

Ganz einfach: aus familiären Gründen!
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Foto: Cecilia Li, © Tanz Atelier Wien
Cecilia Li, Schwiegertochter von Karl Prantl, gibt einen Klavierabend im Lisztzentrum in Raiding. Sie gehört seit Jahren zur Prantl-Familie. Mit ihrem Mann Sebastian Prantl (Tänzer, Choreograph und Betreiber des Tanz Atelier Wien, einer Forschungsstätte für zeitgenössischen Tanz und Musik) gründete sie 1988 das Tanz Atelier Wien.

Es gab bis heute viele Gelegenheiten, bei welchen die Zusammenarbeit von Cecilia Li und ihrem Mann Sebastian Prantl unmittelbar mit und über das künstlerische Schaffen von Karl Prantl erfolgte – eine gegenseitige inspirative und kreative Zusammenarbeit.

Am Samstag, 15. November 2008, 19:30 Uhr stehen Eric Satie und F. Chopin auf dem Programm der Mozarteum-Absolventin – und man kann sicher sein, dass die komplette Künstler-Familie Prantl anwesend sein wird, wenn Cecilia Li das Publikum mit ihrer Musik verzaubert.
more info: Website Cecilia Li und Lisztzentrum Raiding

temporäres Kunstwerk

•November 3, 2008 • 2 Kommentare

Einige Kunstwerke der Alanus-Symposionsteilnehmer auf dem Symposionshügel waren grundsätzlich als temporäre Ausstellungsstücke gedacht: nun hat’s die Hütte von Sybille Walenciak „erwischt“!


© Foto: René Desor, 2008

Sie war eine Installation, die den Blick auf die historischen Symposionswerke am St.Margarethener Hügel lenkte – angelehnt an die vielfach in der burgenländischen Landschaft befindlichen Jagdhochstände, von welchen aus die Jäger das Wild beobachten.
Bevor die Winterstürme die Chance haben, Schlimmes anzurichten, hat der Naturschutz gebeten, die Hütte aus Sicherheitsgründen zu entfernen – was mein Vater inzwischen auf Bitte von Katharina Prantl getan hat. Nun ist das zerlegte Kunstwerk bei uns zuhaus gestrandet und wird demnächst im Ofen landen.


© artstage, Okt. 2008

Großer Österreichischer Staatspreis 2008 für Karl Prantl

•Oktober 8, 2008 • Kommentar verfassen

Wie ich heute mit großer Freude erfahren konnte, erhält Karl Prantl den mit 30.000 Euro dotierten „Großen Österreichischen Staatspreis 2008“. Er wird wenige Tage nach dem 85. Geburtstag des Künstlers, den er am 5. November feiert, überreicht: am 25. November um 15 Uhr in der Aula der Akademie der Bildenden Künste Wien.Karl Prantl, Juni 2008 bei der Vernissage der Kunststudenten aus Bonn- als Abschluss ihres Bildhauersymposions in St.Margarethen   © artstage

Karl Prantl selbst … sähe der Verleihung “ mit gemischten Gefühlen entgegen“, heisst es in der heutigen Presse online und er wird zitiert: „Ich brauche keine Ehrung, wenn mein Lebenswerk im Steinbruch St. Margarethen nicht anerkannt und akzeptiert wird…“
Mich wundert das nicht: im Hinblick auf die jahrzehntelange Ignoranz und Nichtakzeptanz eines Künstlers im eigenen Land – absolut kein Wunder! Mit der hierzulande verbeamteten Einstellung kämpfte Karl Prantl trotz international herausragenden Erfolgen, Bewunderung, Preisen, Ausstellungen  …. seit über 50 Jahren!!!
Ein Bilderbuchbeispiel für das Sprichwort vom „…Propheten im eigenen Land…“!

Ausstellung „Karl Prantl. Steine“, Galerie Ulysses, Wien

•Oktober 8, 2008 • Kommentar verfassen

Karl Prantl, auf seinem privaten Skulpturenfeld in Pöttsching, 2007 © artstage

Als „den Mann, der mit den Steinen spricht“ bezeichnet ihn die Galerie Ulysses anlässlich der aktuellen Ausstellung in ihrem Pressetext: Karl Prantl.

Zit. aus dem Pressetext:
… Ob tonnenschwere Kolosse oder kleine Meditationssteine – Steine sind für Karl Prantl mehr als ein Material, das er bearbeitet. Sie sind für ihn Anstoß und Ausgangspunkt einer spirituellen Auseinandersetzung. Ohne Skizzen oder Modell bearbeitet Prantl oft jahrelang denselben Stein. Dabei entsteht, wie er sagt, eine starke sinnliche und emotionale Bindung. Karl Prantl lässt den Umriss eines Steines unverändert, die Oberfläche wird poliert, Maserungen freigelegt, Einschnitte, Durchbrüche und Vertiefungen gesetzt. Konkrete Formen vermeidet der Künstler, er setzt auf Abstraktion und Geometrie und auf die Verbindung von Natur und Kunst. Im Gegensatz zu anderen Bildhauern will er, dass seine Steine berührt werden. Die verschiedenen Oberflächen, Lichtreflexionen, Farbveränderungen und Temperatur-unterschiede sollen nicht nur vom Auge erfasst, sondern auch von den Händen im wahrsten Sinne des Wortes begriffen werden….

Die in der Galerie Ulysses ausgestellten Steine stammen aus verschiedenen Schaffensperioden, entstanden in Steinbrüchen auf der ganzen Welt. Ob schwarzer Granit, grüner Serpentin oder bunter Marmor – jeder Stein hat eine “eigene Sprache, älter als jede Menschensprache, die muss man lernen zu verstehen“. Im jahrelangen Entstehungsprozess versucht Karl Prantl sich auf den Stein einzulassen, wie er sagt, die letzten Geheimnisse des Lebens zu ergründen und „das Göttliche in Gestalt der Natur zu erkennen“. Prantl will, dass seine Steine „von Wolken und Wind, von den Sternen und dem Schnee“ erzählen, vielleicht ist das das Geheimnis seiner Kunst, von hoher Ästhetik und magischer Kraft….“

.Am längsten lebt der Stein, dann kommt der Baum, erst dann kommt der Mensch. Der Stein selbst soll das Leben begleiten und aufmerksam machen auf die Dauer, auf etwas, was über unser Leben hinausweist…“ Karl Prantl

Ausstellung:
„Karl Prantl. Steine“
15.10. – 15.11.2008
Galerie Ulysses
A-1010 Wien
Opernring 21
Tel +43-1-587 12 26
Fax +43-1-587 21 99
mail: ulysses@galerie-ulysses.at
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag; 12-18 Uhr, Samstag 10 bis 13 Uhr – und nach telefonischer Vereinbarung

Nachtrag:
ORF-TV-Video über die Vernissage in der Galerie Ulysses
mit Bundespräsident Heinz Fischer und einem Statement von
Karl Prantl, hier

Karl Prantl im Landesmuseum Mainz

•August 8, 2008 • 3 Kommentare

Gestern wurde im Landesmuseum Mainz (D) die Ausstellung „Karl Prantl. Stein und Leben“ im Beisein des Künstlers eröffnet, die Skulptur „Stein zur Meditation“ wurde feierlich dem Museum übergeben:

Karl Prantl. Stein und Leben
7. August – 5. Oktober 2008

Landesmuseum Mainz
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz
Große Bleiche 49 – 51
55116 Mainz
Tel.: 06131 / 28 57-0
Fax: 06131 / 28 57-288

Öffnungszeiten
Montag geschlossen
Dienstag 10.00 – 20.00 Uhr
Mittwoch-Sonntag 10.00 – 17.00 Uhr

Mehr darüber hier

„missed links“

•Juni 29, 2008 • Kommentar verfassen

Beeindruckende Bilder mit Eindrücken von den Arbeiten der Alanus Kunststudenten aus Bonn während ihres Aufenthaltes beim „Internationalen Symposion Europäischer Bildhauer St.Margarethen“- aus der Sicht eines Künstlerkollegen: Andreas Roseneder (alias René Desor)  auf seinem weblog  „poesis & crisis“:

1. „missed link“

2. „when german artists settle on an austrian hill“

3. „when german artists settle in an austrian bunker“ (über das Bunker-Projekt der Kunststudenten)

Performance zum Abschied

•Juni 19, 2008 • 1 Kommentar

(zur Vergrößerung bitte auf das entsprechende Bild clicken)

Eine abschließende Performance vor der Abreise konnte ich noch miterleben: eine Symposionsteilnehmerin weckte durch die von ihr als eigenständige, fragile Objekte konzipierten „Freiräume“ an verschiedenen Skulpturen aus den 60ern das Interesse und die Phantasie an dem Nichtvorhandenen, Weggelassenen.

Viele interessante Arbeiten haben die Teilnehmer des Alanus-Symposions jedoch zur Freude aller „Hügel-Geher“ hiergelassen! Sie bieten wieder einen neuen Anreiz, den Symposionshügel „neu“ zu entdecken und sich mit den Akzenten und künstlerischen Zitaten die Kunst am Hügel zu erobern.
Demnächst mehr über Werke und Zielvorstellungen….

Einen lohnenden Besuch …

•Juni 6, 2008 • Kommentar verfassen

Viel Neues kann man am Freitag, 13. Juni 2008, 18:00 Uhr bei der Vernissage am Symposionshügel St. Margarethen entdecken – und gleichzeitig die Chance nutzen, mit den Kunststudenten zu sprechen. Die Kommunikation über Kultur ist ein wesentlicher Teil des Symposions der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft. Die künstlerische Arbeit der Symposionsteilnehmer wird wieder eine neue Sicht auf den kunsthistorisch bedeutsamen Platz ermöglichen.

Zur Zeit wird noch intensiv gearbeitet – mit den Materialien, die das Land hervorbringt: Stein, Schilf, Stroh, Gräser, Metall, …..

Man freut sich schon auf die Begegnungen mit den Besuchern! Dass die Studenten sich auch mit der heimischen Mundart beschäftigt haben, zeigt die Wahl des Projekttitels „aufi_owi_umigehn“!

Fotos, auch in großer Auflösung für die Presse, hier