who&why?

50 Jahre Symposions-Gedanke

Demnächst – im Jahr 2009 – feiert das Bildhauersymposion sein 50jähriges Jubiläum! 1959 hat Karl Prantl damit begonnen, die Welt mit dem Bildhauersymposions-„Virus“ zu infizieren! Dieses Jubiläum scheint (zumindest im Land) einigermaßen spurlos zu vergehen, obwohl die Spuren des Symposions auf dem Hügel von St. Margarethen ein beeindruckendes Zeugnis künstlerischen Wirkens darstellen!

(Anm: bis heute – und wir schreiben immerhin schon das Jahr 2007! – ist noch keinerlei Aktion diesbezüglich in der Heimat des Gründers und auch nicht an der Wiege des Symposions geplant!!! – Leider ist mittlerweile sogar der Erhalt bzw. Bestand des Areals gefährdet. Unbedingt notwendige Pflegemaßnahmen werden vom Verein aus Mangel an Zuschüssen selbst getragen – und das bei einem öffentlich zugänglichen und international bedeutsamen Freilicht-Museum von dieser kunsthistorischen Bedeutung!!!)

Mein Beweggrund für dieses Engagement (nicht allein deshalb, weil St. Margarethen meine Heimatgemeinde ist – leider wissen erschreckend wenige hier über das Symposion Bescheid! – obwohl dort jeder Einheimische gern spazierengeht, aber selten jemand darüber nachdenkt, aus welchem Grund dieser Ort so anziehend ist!? Könnte eventuell die Kunst bzw. die Magie der behauenen Steine auch dafür verantwortlich sein?!):
schon in meiner Kindheit bin ich gerne mit dem Fahrrad zu dem Berg gefahren und habe die Künstler fasziniert, still und fast andächtig bei der Arbeit beobachtet. Seither habe ich jede Gelegenheit genützt, um über die Mitglieder/Künstler des „Vereins Europäischer Bildhauer“ (dem Trägerverein des St. Margarethener Bildhauersymposions) und ihre Aktivitäten „auf dem Laufenden“ zu sein.

Ich freue mich über die persönliche Bekanntschaft mit Karl Prantl, seiner Frau Uta und seiner Tochter Katharina Prantl und über alle Gelegenheiten zu einem persönlichen Gespräch.

Ein Auslöser für diese Seiten mag auch ein gemeinsamer Tag auf dem Hügel des Bildhauersymposions gewesen sein, als Karl Prantl im Laufe eines Tages die Symposien in St. Margarethen, die mitwirkenden Künstler und ihre Werke durch Anekdoten und Beschreibungen noch „plastischer“ werden ließ. Fasziniert durch seine lebendige Art, über den Stein zu sprechen und sensibilisiert für die „Lebendigkeit“ des Steins änderte sich auch in meinem Verhältnis zum Material einiges. Ihm fiel damals auf, dass ich den Hügel immer „mein heiliger Berg“ nannte. Er wollte wissen, was der Grund dafür wäre. „Wieso?“. Ich antwortete ihm, dass ich es nicht genau beschreiben könnte, es ist einfach nur das Gefühl, an diesem Platz – und nirgends sonst – frei zu atmen, zu denken, „zeitlos“ zu sein, mich geborgen zu fühlen und Energie zu tanken. Seine Reaktion: „Das gefällt mir sehr gut!“.

Dieser gemeinsame Gang über die Hügel war mein persönlicher Ansporn zu einer Art „Lobby“-Tätigkeit für das Symposion. Als Privatperson. (Zugegeben: als Privatperson mit überdurchschnittlichem Kunstinteresse.)
Der zweite Grund: vor einigen Jahren habe ich bei meinen Recherchen festgestellt, dass fast alle nachfolgenden, d.h. nach dem Vorbild des 1. Symposions in St.Margarethen entstandenen Symposien auf der Welt in ihren Historien auf dieses Ereignis von 1959 und den Gründer Karl Prantl hinweisen, ja auch die kunsthistorische Literatur beschäftigt sich ausführlich damit, während über das St. Margarethener Symposion so gut wie keine Information im Web zu finden war. Inzwischen ergaben sich durch meine Recherchen sehr viele interessante und internationale Kontakte im Zusammenhang mit der Bildhauerei bzw. dem Symposion und ich hoffe, dass durch diese Seiten das Netzwerk noch stärker verknüpft wird!
Daher freue ich mich über alle dementsprechenden Zuschriften und Kommentare!

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7 Antworten to “who&why?”

  1. Sehr geehrter Herr/Frau,
    mit Interesse las ich Ihren Bericht, habe die Web-site unseres Symposion mitgesandt, würde mich über Kontakt freuen, beste Grüße
    Rudolf J. Kaltenbach
    und Silvia Christine Fohrer (auch im Web zu sehen)
    Org. Steine ohne Grenzen Bildhauersymposion

  2. @ Rudolf J. Kaltenbach!
    herzlichen Dank für Ihren link – natürlich war ich heute schon „zu einem anregenden Besuch“ bei Ihnen – virtuell!
    Es scheint, dass die Arbeit mit den härtesten Steinen in direkter Verbindung mit Toleranz und Menschlichkeit stehen….
    Liebe Grüße nach Berlin und viele anregende Begegnungen bei ihren nächsten Symposien!
    p.s: ich bin eine Frau!
    Maria (artstage)

  3. Es ist ja (eigentlich) nicht verwunderlich, hier auf Rudolf
    J. Kaltenbach und Silvia Christine Fohrer zu treffen.
    Motive für etliche Aktivitäten von Karl Prantl und denen der
    „Steine ohne Grenzen“ – im Bezug auf Otto Freundlichs Gedankengut – sind sehr ähnlich.
    Vielleicht gibt es ja für artstage und „Steine ohne Grenzen“ neue Erkenntnisse.
    Eberhard Hauff

  4. Mich begeistert, dass hier aus Uraltem Denken für die Zukunft enstehen kann; dass aus dem Widerpart des harten Materials das ‚Menschliche‘ sich bis in schöpferische Tiefen ausloten lässt; das Burgenland aus der Mischung mehrerer Kulturen (römisch / slawisch / germanisch) gar eine Kraftzone dank universeller Köpfe gewonnen hat; Karl Prantl einer unserer Großen ist: in seiner Weitsichtigkeit weise, in seinen Anregungen noch immer wie eine jugendliche Quelle. Der griechischen Kultur war Delphi ein Nabel – ähnlich sendet der Skulpturenpark human notwendige Signale aus Österreich: Es ist ein zu schützender heiliger Hain!

  5. Sehr geehrte Damen und Herren
    Ich bin ein beruflicher Bildhauer aus Deutschland. Ich würde gerne an Ihrem Symposium teilnehmen. Bitte schicken Sie mir Ihre Internet-Adresse, damit mir ich die Regeln und die Bewerbungsunterlagen holen kann. Vielen Dank.
    Mit freundlichen Grüßen
    Valeriu Ciumacu

    Antwort:
    Sehr geehrter Herr Ciumacu, in St.Margarethen finden zur Zeit keine Symposien statt.
    Das „Symposium Europäischer Bildhauer St.Margarethen“ erfreut sich leider nicht der Unterstützung (weder finanziell noch anderweitig) durch das offizielle Burgenland. Karl Prantl hat in der Vergangenheit immer viel um die Ermöglichung der Symposien kämpfen müssen. Ob sich die gegenwärtige Situation einmal ändern wird – ich weiß es nicht! Auch angesichts des 50jährigen Jubiläums, welches das Symposion im nächsten Jahr begeht, ist mir bisher keinerlei Planungsaktivität bekannt – leider!

  6. S.g. Damen und Herren,

    im Zuge einer Reise entlang des österreichischen Abschnittes des ehemaligen Eisernen Vorhanges werde ich auch an dem auch historisch bedeutsamen Ort St. Margarethen vorbei kommen. Diese phänomenologische Forschungsreise sucht nach verlorenen und/oder potentiellen Links zu dem Gegenüber und kartographiert diese. Die Grenzerfahrung findet unmittelbar, dh mit dem Fahrrad statt. Die Grenze wird zum Weg.

    Wir würden uns freuen wenn Sie uns Ihre Sicht auf die Grenze bzw Interessantes aus Ihrer Sicht zu diesem Themenkomplex zukommen lassen könnten. Für Fragen und Anregungen bin ich jederzeit zu erreichen.

    Herzlichen Dank und viele Grüsse aus Wien,

    Ernst Körmer

  7. Dear Sirs:

    Iam interested to participate in a sculptur symposium. I am an sculptress from Ecuador (Latinamerica).
    Could you please send me the requerements and bases of the event.

    Thank you for your time,

    Helena Garcia-Moreno
    Moserstraße 1
    64285 Dramstadt
    Deuschland

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